In einem privilegierten Umfeld wie Sotogrande, wo das mediterrane Klima den Lebensrhythmus prägt, spielt die Architektur eine wesentliche Rolle bei der Schaffung komfortabler, nachhaltiger Räume, die mit der Umwelt harmonieren. In diesem Interview sprechen wir mit Manuel Ruiz, Architekt bei ARK, der sich für nachhaltiges Design und die nahtlose Integration der Natur in seine Projekte einsetzt.
Von der Wärmebilanz bis zur Energieautarkie erkunden wir die Grundpfeiler seiner architektonischen Philosophie und seine Vision für ikonische Projekte wie Niwa, Aqua und Vida - ein Projekt, das demnächst enthüllt wird.
Sotogrande (S): Wir befinden uns in einem der südlichsten Punkte Spaniens. Obwohl Sotogrande das Glück hat, ein privilegiertes und angenehmes Klima zu haben, können die Temperaturen ziemlich hoch werden. Wie gehen Sie unter diesem Gesichtspunkt an die Architektur heran? Auf welche gestalterischen Elemente legen Sie besonderen Wert, um das ganze Jahr über, auch im Sommer, eine stabile Temperatur zu gewährleisten?
Manuel Ruiz (M.R): Sotogrande ist einzigartig auf der Welt und hat ein besonderes Klima. Ich gehe bei meinen Projekten immer von zwei Grundvoraussetzungen aus: dem Ort und den Menschen, die ihn bewohnen werden. Diese beiden Faktoren sind die Essenz eines jeden Projekts. Sie zu ignorieren, wäre ein großer Fehler. Nachhaltigkeit in der Architektur beginnt mit einem Entwurf, der an seine Umgebung angepasst ist.
Das thermische Gleichgewicht wird von Anfang an gewährleistet, wenn ein multidisziplinäres Team alle Aspekte des Grundstücks, der Lebensweise und der Ziele unserer Kunden analysiert. Aus diesem Grund ist die Planungsphase so wichtig. Hier geht es nicht nur um Architektur oder Konstruktion von einem Büro aus - es geht darum, mit einem tiefen Verständnis für den Ort, das Klima, die Botanik, das lokale Licht und die Menschen, die in dieser Villa leben werden, zu planen.

S: Neben der architektonischen Gestaltung gibt es auch eine wichtige Komponente in Bezug auf die Materialauswahl. Können Sie uns mehr darüber erzählen?
M.R: Materialien sind das Medium, durch das architektonischer Ausdruck Gestalt annimmt - sie machen es möglich, dass Ideen zu Architektur werden. Unserer nachhaltigen Philosophie folgend, verwenden wir nur natürliche Materialien wie Stein, unbehandeltes Holz ohne chemische Bearbeitung und unveränderte Materialien. Sogar die Farben, die wir verwenden, sind auf Kalkbasis, um ein gesundes Innenraumklima in unseren Villen zu fördern. Außerdem setzen wir unter anderem Glas mit speziellen Sonnenfiltern ein.
Wir haben zweifellos eine Leidenschaft für Stein, der als natürlicher Isolator wirkt. Wenn Sie einen römischen Tempel oder eine Kathedrale besuchen, können Sie das thermische Gleichgewicht im Inneren sofort spüren.
Materialien sollten so rein wie möglich ausgedrückt werden, was ein weiterer wichtiger Pfeiler für die Nachhaltigkeit unserer Projekte ist.

S: Spielt die Landschaftsgestaltung in dieser Hinsicht eine wichtige Rolle?
M.R: Wir schaffen Häuser, die sich wie Gärten anfühlen. Um dies zu erreichen, erhalten wir die gesamte natürliche Umgebung und integrieren sie in das Projekt. Wir verwenden einheimische Arten, die bereits an das Klima angepasst sind, um den Wasserbedarf zu senken, und wir studieren die Landschaft sorgfältig, um ihre natürlichen Eigenschaften zu nutzen. Außerdem setzen wir Systeme zur Wasserableitung und Regenwassersammlung für die Bewässerung ein.
Einer der Grundpfeiler meiner Philosophie ist die Interaktion zwischen der Architektur und ihrer natürlichen Umgebung. Die Umgebung und die Natur dienen als Ausgangspunkt für jedes Projekt. In diesem Sinne ist der Respekt vor dem Standort, dem Licht und den einheimischen Materialien entscheidend dafür, dass sich das Design nahtlos in die Umgebung einfügt und die Auswirkungen auf die Umwelt minimiert werden.

S: All diese Aspekte stehen natürlich im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit, Energie- und Wasserverbrauch. Welche Verfahren setzen Sie bei Projekten wie Niwa, Aqua und dem künftigen Vida ein, um einen niedrigen Verbrauch zu gewährleisten? Inwieweit erreichen wir bei Villen dieser Art Energieautarkie?
M.R: Seit Beginn meiner beruflichen Laufbahn bin ich ein Verfechter der Nachhaltigkeit. Mein nachhaltiger Ansatz spiegelt sich in der Verwendung von natürlichen Materialien wie Stein und unbehandeltem Holz sowie in Bautechniken wider, die die Energieeffizienz verbessern. Dieses Bestreben, Häuser im Einklang mit der Natur zu schaffen, bedeutet keinen Verzicht auf Luxus - es definiert ihn als stillen Luxus neu, bei dem Handwerkskunst und exklusive Details im Mittelpunkt stehen.
Kein Haus gleicht dem anderen, denn jedes ist spezifisch für seinen einzigartigen Standort, dessen Merkmale sorgfältig analysiert wurden, um ein Design zu gewährleisten, das vollständig an die Umwelt-, Klima- und Landschaftsbedingungen angepasst ist. Auf diese Weise ist das Projekt von Anfang an nachhaltig.
Beim Bau legen wir stets Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. So bauen wir zum Beispiel hohe Wände, die die Temperatur halten, mehrschichtige hinterlüftete Wände mit hocheffizienter Wärmedämmung und achten auf eine große Wärmeträgheit, um die Effizienz zu gewährleisten. Wir setzen Belüftungssysteme ein, die das ganze Jahr über für gereinigte Luft sorgen, die Luftqualität verbessern und Gerüche, Kondensation oder Probleme im Zusammenhang mit der Größe dieser Villen verhindern.
Projekte wie VIDA, AQUA und NIWA sowie alle unsere anderen Entwicklungen folgen unserer Philosophie und unseren Grundprinzipien - sie sind ein integraler Bestandteil der DNA unseres Unternehmens.






